SCHÜTZENSWERTE SCHULANLAGE

Das von der Denkmalpflege als schützenswert eingestufte Schulhaus Höheweg entstand in zwei Bauabschnitten Anfang des letzten Jahrhunderts. Die beiden Bauabschnitte sind deutlich ablesbar. Das Schulhaus von 1874 durch Jakob Kästli ist einfacher und ruhiger gehalten.

Der Anbau von 1901 durch Felix Ingold ist dagegen mit seinen Friesen und den profilierten Leibungen pompöser und auffälliger. Durch die exponierte Lage und das Erscheinungsbild prägt das Schulhaus Höheweg das Stadtbild von Langnau.

PROJEKT

Prägend für die Sanierung ist die Wiederherstellung des ursprünglichen Erscheinung. Die äussere Gebäudehülle und die Fenster werden in Originalzustand zurückgeführt. Um die beiden Zeitabschnitte zu verdeutlichen, erhält der erste Baukörper einen gelblichen Anstrich. Der spätere Baukörper wird in einem Grau-/ Grünton ausgeführt.

INNENRAUM

Der Innenausbau lehnt sich sehr stark an den ursprünglichen Zustand an. In den Korridoren wird das äussere Erscheinungsbild dem historischen nach Empfunden, indem die Türen ein Oberlicht erhalten sowie Profilierungen auf das Türblatt aufgesetzt werden. Dem gegenüber stehen die Klassenzimmer und Nebenräumlichkeiten. Diese werden modern mit den neusten Techniken ausgestattet. Neben dem technischen Fortschritt wird auf die räumliche Abwicklung wertgelegt, indem versucht wird von jedem Klassenzimmer eine interne Verbindung zum Gruppenzimmer zu schaffen, ohne grossartig in die bestehenden Wände einzugreifen.

INFO

Gesamtplanerwettbewerb, 2005, 1. Rang
Bauherrschaft: Einwohnergemeinde Langnau
Architektur: maj Architekten ag
Arbeitsgemeinschaft mit Grossenbacher + Glauser AG, Langnau
Projektleitung: Walter Lüssi GmbH
HLS: Walter Lüssi GmbH
Bauphysik: Ingenieurbüro IEM AG, Bern
Bauing.: B + S Ingenieur AG, Bern
Baubeginn: Juni 2007
Bauende: August 2008
Kosten BKP2: 5,5 Mio.
Volumen: 14’900 m3

error: Content ist geschützt!