TEAM

Bauherrschaft: Einwohnergemeinde Selzach
Architektur: maj Architekten, Bern
Landschaft: weber + brönnimann, Bern
Baustatik: B+S AG, Bern
Haustechnik: Basler & Hofmann West AG, Solothurn
Elektro: Hefti Hess Martignoni, Solothurn
Fassadenplanung: Feroplan AG, Bern
Bauphysik/Akustik: MBJ Bauphysik + Akustik AG, Kirchberg
Geologie: SolGeo AG, Solothurn

SITUATION

Der Neubau wird südlich des bestehenden Oberstufenschulhauses am vorderen Ende des Pausenplatzes platziert. Das Gebäude ist ein Geschoss ins Erdreich versetzt und zeichnet sich auf dem Pausenplatz somit nur eingeschossig ab.
Über die niedrige Gebäudehöhe und die Anlehnung des Ausdruckes an das Schulhaus 1 und die alte Turnhalle, fügt sich der Neubau einerseits selbstverständlich in die Schulanlage ein und lässt den beiden Bauten aus der Jahrhundertwende genügend Raum.

UMGEBUNG

Mit der Setzung des Turnhallen-Neubaus erfährt der zentrale Pausenraum eine neue Orientierung in Nord-Süd-Richtung. Vom oberen Pausenplatz gelangt man über eine breite und grosszügige Treppenanlage bzw. Tribüne zum unteren Platzniveau. Die Erschliessung ähnelt somit dem Innenleben des Neubaus. Vier markante Bäume bringen auf dem Pausenplatz Ambiente und Schatten. Auf der unteren Ebene des Aussenraumes sind die Sportanlagen angeordnet: Laufbahn, Weitsprung Beachvolleyball (kombiniert mit Kugelstossanlage).

Der grosszügige Bereich kann auch für andere Veranstaltungen oder Aufführungen genutzt werden. Die Treppenanlage erhält die zusätzlich wichtige Funktion einer Zuschauertribüne.
Strassenseitig wird eine farbige Gestaltung des Trottoirbereiches, kombiniert mit einer fassadenbegleitenden Begrünung entlang des Neubaus sowie des alten Turnhallengeäudes vorgeschlagen

 

ORGANISATION

Betreten wird das Bauwerk über einen gedeckten Aussenraum und den Windfang auf der Ebene des heutigen oberen Pausenplatzes. Auf der Galerie stehend sieht man direkt auf das Geschehen in der Turnhalle. Die breite Treppe wird als Teil der Galerie gesehen und führt auf das Podest, welches gleichzeitig als Ausgang zu der unteren Pausenplatzebene mit den Sportanlagen dient.

Als Erfindung des Projektes sehen wir die Galerie über mehrere Ebenen, welche die Topografie des Hanges für eine interessante Schnittfigur ausnutzt. Das Zwischenpodest liegt ca. 2.50 Meter unterhalb der Eingangsebene (Pausenplatz oben), über eine Fortführung der Galerietreppe gelangt der Nutzer nun auf das Hallengeschoss (-4.75m).

Ein grosszügiger Vorbereich mit Einblick in die Halle kann bei Anlässen mit einem mobilen Office bestückt werden, welches unter der Treppe parkiert ist. Um diesen Vorbereich und die abgesenkte Sporthalle werden in einfacher, logischer und kompakter Weise alle Nebenräume unter dem Terrain angeordnet. Seitlich befinden sich die Toilettenanlagen und Platz für den Hauswart, im der hinteren Gebäudeecke wird der Technikraum platziert. Unter dem Pausenplatz in Richtung der bestehenden Turnhalle befinden sich die vier Garderoben mit zwei Duschräumen und die Leiter / Lehrergarderobe sowie der Geräteraum.

MATERIALISIERUNG

Bis auf das Dach ist das Gebäude als Massivbau in Beton konstruiert. Das Dach ist eine Leichtkonstruktion in Stahl. Filigrane Blechträger bilden das primäre Tragwerk quer dazu bilden kleiner Stahlträger die sekundäre Ebene, welche mit Trapezbelchen eingedeckt wird. Das Flachdach ist extensiv begrünt.

Die Materialen und Farben des Neubaus orientieren sich am Bestand. Die vollflächig verglasten Längsfassaden gegen Westen und Osten und die Eingangspartien sind als Pfosten-Riegel-Konstruktion konzipiert. Aussenliegende Stoffstoren dienen dem sommerlichen Wärmeschutz. Die geschlossenen Flächen der Stirnfassaden sind aussen gedämmt und mit vorfabrizierten Betonelementen beplankt. Die gefügten Fassadenelemente bilden in einem filigranen Relief das Raster des Bauwerkes gegen aus ab.

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